Zielgruppe finden: So definierst du in 4 einfachen Schritten, für wen deine Marke wirklich da ist

Du hast dir vorgenommen deine Zielgruppe zu finden, sitzt vor deinem Kundenavatar im Moodboardstyle bzw. Zielgruppen-Darstellung und denkst dabei an: „Anette, 35 Jahre alt, Architektin, trinkt gern Kaffee“ Und merkst dabei nicht, dass du eigentlich nur Klischees fütterst. 🫠

Lass uns heraus finden, warum oberflächliche Infos oder ein Persona-Moodboard nichts bringen. Und wie du statt 0815-Zielgruppe genau die Menschen erreichst, die dein Brand wirklich feiern, zu Stammkundschaft werden und dich von Herzen weiterempfehlen.

Zielgruppe finden: So definierst du in 4 einfachen Schritten, für wen deine Marke wirklich da ist

1. Warum Zielgruppe nicht gleich Zielgruppe ist

Hier kommt das Ding: Nicht jede Kundengruppe, die auf dem Markt gerade “gut funktioniert”, funktioniert automatisch für dich und dein Brand.

Es ist ein Unterschied, ob du:

  • eine Zielgruppe definierst,
  • dir eine Wunschkundschaft ausmalst,
  • oder die für deine Marke ideale Kundschaft findest.

💣 Die dritte Option, also Definition einer idealen Kundschaft, ist der Jackpot.

Ideale Kundschaft reagiert magnetisch auf deine Marke. Und das nicht, weil du dich verbiegst oder laut bist, sondern weil genau diese Menschen zu deiner Marke passen.

Dafür musst du aber erstmal eine echte Verbindung zwischen diesen Menschen und deiner Marke entwickeln (dazu kommen wir gleich weiter unten).


2. Meist gemachter Fehler beim Zielgruppen-Avatar

Im Zielgruppen-Coaching entwickeln mein Klientel und ich einen Kundenavatar.

Die erste Grundlage sind oft Eindrücke, die mein Klientel bereits mitbringt: Erfahrungen, Ideen, Vorstellungen.

Daraus entsteht im ersten Schritt ein visuelles Moodboard für die Zielgruppe.

In einem Fall bestand es aus typischen Stockbildern, ein bisschen Pinterest-Vibes, ein bisschen Lifestyle-Fantasie. Sah hübsch aus.

Aber es fühlte sich leer an. Nicht falsch. Aber auch nicht richtig.

Zielgruppen-Avatar als Moodboard: So bitte nicht
Zielgruppen-Avatar als Moodboard: So bitte nicht!


Im weiteren Prozess (als wir tiefer in Markenpersönlichkeit, Ziele und Idealkundschaft eingestiegen sind) wurde klar: Die Menschen auf diesem Moodboard waren gar nicht die, die wirklich zur Marke passen.

Also: Mehr Tiefe rein bringen. Mit Fragen wie:

  • Wer fühlt sich wirklich angezogen?
  • Wer hat bei uns gekauft und nochmal gekauft?
  • Wen möchten wir wirklich in unserer Community haben?

Das Ergebnis? Ein magisches Moodbard mit Tiefe, durch das man sich mit der idealen Kundin verbinden konnte. Die Collage besteht aus 5 Slides, 5 Aspekten ihrer Persönlichkeit.

Hier ein Auszug:

Zielgruppe-Avatar Moodboard richtig
Zielgruppe-Avatar Moodboard richtig: Teil 1 von 5

Unser Ergebnis mit dem Persona-Moodboard:

Die Marke wurde neu positioniert. Die von uns „entwickelten“ Menschen wurden in Real Life angesprochen und haben sich verstanden gefühlt. Beim Relaunch war alles ausverkauft (((-:

Wenn du wissen möchtest, wie du ein solches Moodbard erstellst, hüpf auf meine Warteliste. Ich zeige, wie du eines erstellst und damit die Ideale Kundschaft definierst und anziehst


3. Zielgruppe definieren: Deine 3 Ebenen

Wenn du deine Zielgruppe darstellen willst (zB in einer Präsentation, einem Design, im Layout oder in einer PowerPoint) denk in Ebenen:

🤍 Ebene 1: Die demografische Hülle

Alter, Geschlecht, Beruf, Einkommen, Wohnort. Das schreibst du auf das Slide.
Diese Infos sind nett, aber das hat noch keine Persönlichkeit. Kein Gefühl.

Das brauchst du für die Zielgruppenanalyse-Grafik, aber es reicht nicht um loyale Super-Fans für deine Marke zu gewinnen.

🩶 Ebene 2: Die psychografische Tiefe

Das hier brauchst du, um:

  1. zu wissen was deine Marke sagen sollte und
  2. um gezielte Marketingstrategien zu entwickeln

Du beantwortest eine Vielzahl von Fragen zur Analyse und Beschreibung der Persönlichkeit, Einstellungen, Werte / eigenen Prinzipien, Interessen und Lebensstilen der Person.

  • Was denkt diese Person durch den Tag?
  • Wo hält sie sich auf? Welche Plattformen, Medien konsumiert diese Person?
  • Wovor hat sie Angst? Was nervt sie am Markt?
  • Welche Story wollen sie über sich selbst erzählen?
  • In welchem Zustand befinden sie sich gerade?

Greife genau das später in deinen Markenkontaktpunkten / Touchpoints (TikTok, Pinterest, TV, Radio, Busbeklebung…) auf.

🖤 Ebene 3: Die energetische Verbindung

Das ist das Herzstück. Hier geht es nicht mehr um Zahlen, sondern um Passung.

Erkennen sie sich in deiner Haltung wieder oder nur in deiner Produktbeschreibung? Spüren sie, dass du sie verstehst, bevor sie dir überhaupt Geld geben?

Beantworte dafür diese Fragen:

  • Wie fühlt sich deine Marke für sie an?
  • Haben sie irgendwelche Marotten?
  • Was ist ihre Meinung?
  • Wo würden sie sich anschließen?

Dann, mach das:

Wenn sie Marotten haben, greifst du das zB in deinen Produktbeilagen auf, Instagram oder Pinterest. Oder durch Fotos, Grafiken, Texte, kreative Marketingideen.

Wenn du das Ganze mit mir live testen möchtest, trag dich unbedingt in meine Warteliste zum Seminar ein 😏

4. Warum nur eine einzige Zielgruppen-Persona?


Das Leben einer solchen idealen Kundschaft zu durchleuchten, benötigt viel Empathie. Aber warum arbeiten wir eigentlich überwiegend mit nur einer einzigen Persona in der Markenstrategie, anstelle einer ganzen Zielgruppe?

Weil eine Persona (eine einzige Person) dafür gedacht ist, Klarheit reinzubringen. Intern und extern. Wenn wir von „unserer Zielgruppe“ reden, ist das diffus. Wenn wir von „Wilhelm“ sprechen, dann weiß plötzlich jeder im Team, wer gemeint ist. Wir gehen vom diffusen Bauchgefühl zum echten Menschen, den wir wirklich verstehen. Aus ‚irgendwer‘ wird ‚ganz genau der‘.

Ob Marketing, Design oder Vertrieb: Plötzlich zieht das ganze Team an einem Strang. Jeder weiß, was zu tun ist, weil wir nicht mehr raten müssen, sondern wissen, wen wir erreichen wollen. Wir treffen bessere Entscheidungen und können prognostizieren, welche Marketingkanäle nichts bringen. Alle Geschäfts-, Budget- und Marketing-Entscheidungen für die Zukunft sind klar.

Diese Entscheidungen werden im Markenworkshop entwickelt und nach diversen Abstimmungen in einer Brand-Strategie-Roadmap festgehalten:

Einblicke in die Roadmap nach einem Markenworkshop für Markenstrategie und Zielgruppen-Coaching
Endlich Einigung: Auszug aus einer Brand-Strategie-Roadmap nach einem Markenworkshop für Markenstrategie, Positionierung und Zielgruppen-Coaching

Psssttt…. Wenn du noch mehr Menschen mit deinem Marketing erreichen möchtest, könnte dieser Artikel für dich spannend sein: Diese geheime Marketingidee verkauft 24/7 kreativ deine eigenen Produkte


5. Praktische Fragen, die du beantworten können solltest

Wenn du willst, dass deine Marke langfristig erfolgreich bleibt, brauchst du Klarheit über deine ideale Kundschaft.

Du solltest diese Fragen beantworten können: mit Belegen und nicht geraten. Wenn du bei manchen zögerst, ist das kein Problem.

  1. Warum wählt unsere Kundschaft uns oder warum auch nicht?
    → Hier kommt ehrliche Analyse ins Spiel. Keine Schönmalerei. Mach Umfragen.
  2. Wer ist unser „Highest Value Customer“?
    → Wer kauft nicht nur, sondern empfiehlt weiter?
    Wer erzählt begeistert von dir, ohne dass du ihn bittest?
    Wer kauft immer wieder? Kennst du diese Person?
  3. Welchen Traum oder Lifestyle strebt unsere ideale Kundschaft an und wie helfen wir dabei?
    → Nicht: Was will sie kaufen? Sondern: Wer will sie mit deiner Marke werden?

So gewinnt meine Klientin organisch Stammkunden, die sie liebend gerne und kostenfrei weiterempfehlen. Darunter Influencer mit zehntausenden von Followern:

Erfahrung nach dem Zielgruppen Coaching - Kunden machen freiwilllig Werbung
Erfahrung nach dem Zielgruppen Coaching und Markenstrategie-Mentoring – Kunden machen freiwillig Werbung

6. FAQs: Zielgruppen-Edition

Q: Was ist der Unterschied zwischen Zielgruppe und Persona?

Die Zielgruppe ist eine Gruppe von Menschen. Die Persona ist die Verkörperung dieser Menge in einer einzigen konkreten Figur (mit Gesicht, Namen, Eigenheiten, Charakter). In meiner Branding- und Marketing-Welt entwickeln wir keine Persona, sondern eine/n „Ideal Client“. Und immer wenn wir sie entwickeln, ziehen wir tatsächlich genau diese Menschen in Real Life an. Erst eine/n, dann zwei, dann immer mehr. Und verbreiten sich in meiner Praxiserfahrung Marken wie ein Lauffeuer. Ganz organisch, ohne einen Cent für Werbeanzeigen auszugeben.


Q: Wie finde ich meine Zielgruppe, wenn ich noch keine Kundschaft habe?

Dann solltest du schleunigst Kundschaft finden (-: Und testen. Empfehlungen aus der Praxis: Manchmal ist unsere ideale Kundschaft unser früheres Selbst. Du kannst auch mit deinen Prinzipien und Markenkern arbeiten und deine Zielgruppe danach ausrichten. Oder die Konkurrenz analysieren und heraus finden, wo auf dem Markt noch ungenutztes Potential liegt: Welche Menschen werden noch nicht bedient und sind kaufkräftig?


Q: Was mache ich, wenn ich zwei sehr unterschiedliche Zielgruppen habe?

Entweder du splittest dein Angebot oder du findest die gemeinsame Sehnsucht beider Gruppen. Manchmal ist es nicht der Typ Mensch, sondern der innere Wunsch, der verbindet. Oft splitten sich die Zielgruppen aber, je nachdem welche Marketingmaßnahmen oder Werbekampagnen du nutzt.


zielgruppe-finden-coaching

7. Zielgruppe finden: So gehst du vor

Schritt 1: Analyse deiner aktuellen Community

Wir segmentieren deine bisherigen Käufer: Schau, wer schon bei dir kauft und wer Stammkundschaft wird. Wer macht den meisten Umsatz aus? Wen magst du am liebsten als Kundschaft? Wer stresst dich nicht? Von diesen Menschen willst du mehr anziehen. Manchmal ist das sogar dein früheres Ich. Aus den häufigsten Gemeinsamkeiten beschreibst du diese eine Person.

Schritt 2: Markenidentität klarziehen

Klarer Markenkern = klare Zielgruppe ☞ Deine Zielgruppe muss zur Marke passen und deine Marke zur Zielgruppe.

Das entwickeln wir im Markenkern. Wir finden deinen vergrabenen Schatz, die Besonderheit deiner Marke, die sie von allen anderen abhebt. Dazu zählen Archetypen, Positionierung und klare Ziele mit Prioritäten. Denn eine unsichere Marke zieht unsichere Leute an.

Schritt 3: Persona mit Herz und Hirn

Herzlichen Glückwunsch, du hast jetzt nicht nur eine Zielgruppe, sondern Ideale Kundschaft! Und jetzt wird’s persönlich:

📌 Erstelle ein Persona-Moodboard dieser Person aus Schritt 1. ABER mach es anders: Diesmal wird die Person verkörpert mit ästhetischen Fotos, echten Zitaten, Gefühle weckend, echten Herausforderungen:

🖤 Schreibe Sätze auf, die sie sagen würde. Sie muss so sein, dass sie sich von deiner Marke zutiefst verstanden fühlt.

🖤 Stell dir vor, du läufst mit ihr durch ihren Tag. Was erlebt sie? Was macht sie glücklich? Was stresst sie? Immer mit deinem Produkt im Hinterkopf.

🖤 Such dir Bilder, die dazu passen. Zeige echte Menschen. Mein Tipp: Suche nach DER Person aus deinem Kopf auf Instagram oder Pinterest (mein heiliger Gral, klappt jedes Mal!).

Damit du gleich starten kannst, habe ich dir schon einmal Inspiration gesammelt auf Pinterst:

Hier geht’s zu meiner Sammlung an inspirierenden, ästhetischen Zielgruppenbildern

Zielgruppe-persona-aesthetic
Zielgruppe-persona-weiblich


🌚 Pack die Bilder auf ein Canva-Board, Keynote oder Miro/Eazel. Schreibe die Stichworte / Gemeinsamkeiten / Zitate dazu. Ausdrucken. Aufhängen.

Schritt 4: Testen, fühlen, justieren

Geh raus, poste, rede mit echten Leuten. Hol dir Testimonials und frag, was du verbessern kannst (Yes, Kritik is hard, I know aber nur so entwickeln wir uns weiter). Bleib immer dran (Markenmanagement & Markenführung). Deine Idealkundschaft ist immer im Wandel, keine starre Vorlage aus einem Branding-Workbook. Branding ist kein Sprint, sondern ein Marathon.


8. Deine nächsten Schritte: Let’s get real

⚡️ ACTION STEP ☉ Reflektiere deine bisherige Zielgruppen-Definition:
Gibt’s diese Leute und hilft ihnen dein Angebot wirklich? Kannst du in ihren Kopf schauen und verstehst sie so gut wie ihr BFF?

📝 Beantworte diese drei Fragen ehrlich: (lass sie dir am Besten von einer anderen Person stellen und nimm dich dabei auf, sonst beantwortest du die Fragen nicht ;))

  1. Wer hat bisher bei dir gekauft und warum?
    Perfekt für deinen Verkaufsprozess: Die Antwort zeigt uns, wo sich deine Marke aufhalten sollte. Mach nur dort Werbung, Vertrieb und Marketing.
  2. Wen würdest du am liebsten nie wieder bedienen müssen?
    Die darfst du nicht mehr in deiner Kommunikation ansprechen. Schreib lieber für die, von denen du mehr haben möchtest.
  3. Wer bringt dir Freude, Umsatz, Weiterempfehlung?
    Wenn wir das heraus finden, können wir noch mehr davon anziehen, indem wir diese Teile deiner Marke und Idealkundschaft weiter ausbauen und ansprechen.


9. Fazit zur Zielgruppe (nicht überspringen, sonst verpasst du das Beste 😏)

Du weißt jetzt, dass die Formulierung „Frauen, 30–45, liebt Kaffee und Nachhaltigkeit“ Crap und eine der oberflächlichsten Branding-Mythen der Welt ist. Und wie du statt dessen Menschen ansprichst, die deine Marke supporten wollen.


Du hast das Gefühl, du brauchst noch mehr Infos zu dem Thema Zielgruppe definieren?

Du bist zwar schon auf einem guten Weg, aber möchtest dein Ziel die richtigen Menschen zu erreichen und zu Stammkunden zu machen, noch einfacher und schneller erreichen?

Oder wenn du schon eine Zielgruppe hast, aber nicht weißt, was du jetzt mit all den Infos anfangen sollst oder wenn du noch keine Ahnung hast, wen deine Marke ansprechen könnte: lass uns treffen.


In wenigen Wochen bringe ich meine neue Masterclass mit dem Namen Ideal Client Masterclass Intensive heraus.


Dort lernst du, wie du deine Zielgruppe so definierst, dass sie deine Marke von Natur aus noch bekannter und beliebter macht.


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Möchest du noch mehr Kunden gewinnen? Dann kann dieser Artikel hilfreich für dich sein: Mehr neue Kunden gewinnen: Verrückt nach deinen Produkten in 3 einfachen Schritten!

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Zuni | elevatingbrands.de

Über die Autorin
Zuni ist Brand Strategy Consultant, Gründerin einer Strategieberatung und Branding-Bureaus. Als einzige US-Brandstrategin im DACH-Raum entwickelt sie mit über 18 Jahren Erfahrung Marken weiter. Vom Design-Studium (B.A. 1,5) bis zur Artdirektion in einer der renommiertesten Agenturen Deutschlands, unterstützt sie etablierte Familienunternehmen und Manufakturen. Auf diesem Blog teilt sie ihr Wissen jedoch bewusst mit Neulingen und aufstrebenden Brands, weil sie weiß, dass frühes strategisches Handeln den Unterschied macht: damit Marken ihre Besonderheit erkennen, Marketingprobleme an der Wurzel lösen und sich selbstbewusst positionieren, um mehr Herzen zu erreichen.

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